„Ostfalia-Studenten machen sich für die Pflege stark“

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

Vor kurzem hat die Wolfsburger Zeitung Kontakt mit uns aufgenommen und bat um ein Interview. Es bestand Interesse an unserer Website, dem Blog und Podcast und was genau unser Vorhaben ist. Auch wir, das Pflegeprofi Team, hatten großes Interesse uns mitzuteilen. Gerade das Medium der Zeitung bzw. der Nachrichtenübermittlung ist eine tolle Chance den Pflegeprofis Gehör zu verschaffen.

Nun wollen wir euch nicht weiter auf die Folter spannen und zeigen euch den am 13. August 2019 erschienen Zeitungsartikel!

Darüber hinaus ist der Artikel auf der Website der Wolfsburger Zeitung einsehbar.

An dieser Stelle danken wir dem Voluntär Herr Christoph Exner für sein Interesse und den geschriebenen Artikel!


Bis dahin,
eure #Pflegeprofis!

Gastbeitrag – Kompressionstherapie (Teil IV)

Hallo liebe Leser/innen,

schön, dass ihr den Weg wieder zu uns gefunden habt. Nun geht es weiter mit der Frage, welche Funktion die #Kompressionstherapie bzw. der Kompressionsstrumpf hat? Im Text werden euch gleich zwei Begriffe wie „distal“ und „proximal“ begegnen. Vor ab wollen wir euch die beiden Begriffe erläutern: Distal bedeutet „vom Herzen entfernt liegend oder weiter von der Körpermitte entfernt“. Proximal bedeutet das Gegenteil, nämlich „der Körpermitte zu gelegen“. Die beiden Begriffe beschreiben somit Richtungen im Bezug auf Körperregionen.

Die Kompressionsstrümpfe erfüllen die medizinischen Erfordernisse für die Therapie. Dabei nimmt der Druck konstant von distal nach proximal ab. Das bedeutet nun, dass der Druck von dem Knöchel zum Oberschenkel immer niedriger wird. Schlussfolgernd ist der Druck am Knöchel-/ Fußbereich immer am stärksten. Nun könnte die Frage auftreten, wieso der Druck dort am stärksten sein muss. Das lässt sich auch ganz logisch erläutern. Steht ein Mensch, ist der Druck auf den Venen distal am größten, sprich Knöchel-/ Fußbereich. Somit muss der Druck des Kompressionsstrumpfes dort am höchsten sein. Vielleicht haben einige von euch schon von den verschiedenen Kompressionsklassen gehört. Diese könnt ihr im Etikett sehen (CCL I bis CCL IV).

In Verbindung einer #Kompressionstherapie ist die #Thrombose auch sehr wichtig zu kennen. Was ist eine #Thrombose? Hierbei handelt es sich um eine Gefäßerkrankung, bei der sich ein Thrombus (Blutgerinnsel) in einem Blutgefäß bildet. Es wird unterschieden in Venenthrombose, Phlebothrombose und einer tiefen Beinvenenthrombose. Ein Thrombus entsteht durch Blutgerinnung. Verklumpt sich das Blut, hindert es den Blutstrom im Gefäß. Es kann zu einer #Thrombose (Verschluss des Gefäßes) oder einer Embolie (der Thrombus bewegt sich und wird dann Embolus genannt und verstopft dann meist kleiner Blutgefäße wie z.B. Koronararterien) kommen. In diesem Zusammenhang ist das Virchowsche Trias von Bedeutung, die zugleich auch die Ursache einer Entstehung sind:

  1. Änderung der Blutzusammensetzung → z.B. durch Dehydration, Gerinnungsstörungen
  2. Herabgesetzte Blutströmungsgeschwindigkeit → Gründe: erweiterte Venen, Immobilität, langes Sitzen
  3. Schäden der inneren Gefäßwände → durch Operationen oder Erkrankungen wie Diabetes Mellitus, welche die Gefäßwände schädigen können

Risikofaktoren einer #Thrombose sind z.B.:

  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Flüssigkeitsmangel (Exsikkose)

Indikation einer #Kompressionstherapie:

  • Lymphödeme
  • Varikose
  • Ulcus Cruis venosum
  • tiefe Beinvenenthrombose
  • nach #Operationen

Kontraindikationen einer #Kompressionstherapie:

  • fortgeschrittene periphere arterielle Verschlußkrankheit (PavK)
  • dekompensierte Herzinsuffizienz
  • schwere Sensibilitätsstörungen der unteren Extremitäten
  • fortgeschrittene periphere Neuropathien (z.B. durch Diabetes mellitus)

Habt ihr dazu noch Fragen? Dann schreibt uns gerne an!

Bis bald,Maike und Insa

Gastbeitrag – Kompressionstherapie (Teil III)

Hallo liebe Leser, liebe Kollegen, liebe Schüler,

habt ihr letzte Woche fleißig geübt? #ÜbungmachtdenMeister. Heute geht es weiter mit dem Hintergrundwissen.
Was passiert dort überhaupt in den Beinen?
Nun erfahrt ihr heute mehr über das #Venensystem und #Ödeme. Gar nicht so kompliziert. 

Ihr müsst euch vorstellen, dass die Beinvenen für den Rückfluss des Blutes zum #Herzen sorgen. In den Venen befinden sich Venenklappen, die dafür sorgen, dass das Blut nur in eine Richtung fließen kann. Wenn wir uns wenig bewegen oder viel sitzen, belastet das unser #Venensystem. Warum? Weil die Muskelvenenpumpe in den Waden durch Kontraktion der Muskeln den Abtransport des Blutes zum #Herzen unterstützt. Bei wenig Bewegung oder viel sitzen arbeiten diese Muskeln nicht und können nicht unterstützend wirken. Die Folge ist, dass sich die Beinvenen ausdehnen und sich die Venenklappen nicht mehr korrekt verschließen. Und was passiert dann? Richtig, die Beine schwellen an, welches oft sichtbar durch einschneidende Socken ist. Wird das nicht frühzeitig behandelt, können sich Krampfadern oder im schlimmsten Fall „offene Beine“ entwickeln – in der Fachsprache nennen wir das Ulcus cruris.

Bei dem Foto handelt es sich um eine eigene Darstellung zur Verdeutlichung der Muskelvenenpumpe. Auf dem oberen Bild sieht man den Muskel am Gefäß anliegen. Bei dem unteren Bild wird sofort sichtbar, dass der Muskel das Gefäß zusammendrückt und somit den Blutstrom proximal fördert. Dies wird durch einfache Thromboseprophylaxe erreicht.

Eine Schwellung wird #Ödem genannt. Bei diesem Ödem sammelt sich Flüssigkeit im umliegenden Gewebe an. Und wie kommt es nun dazu? Das liegt an dem steigenden #Druck in den kleinen #Blutgefäßen. Dadurch kann Flüssigkeit in das umliegende Gewebe gepresst werden. Und da die Schwerkraft alles nach unten zieht, entstehen die #Ödeme typischerweise an den unteren Extremitäten. Wie erkennt ihr ein #Ödem? Oftmals kann die Schwellung weggedrückt werden. Soll heißen, dass der Fingerabdruck zu sehen ist. Soviel zum #Venensystem und den #Ödemen.

Nächste Woche geht es dann weiter mit der Frage: „Welche Funktion hat die #Kompressionstherapie?“ 

Ihr solltet euch jetzt vorstellen können, wie das #Venensystem in etwa funktioniert und wie ein #Ödem entsteht. Beobachtet es in der #Praxis und macht eure #Erfahrungen. 

Wir verabschieden uns bis nächste Woche, 

Maike und Insa

Gastbeitrag – Kompressionstherapie (Teil II)

Ein fröhliches „Hallo“ an alle!

Schön, dass ihr wieder zu uns gefunden habt. Euch erwartet jetzt die Vorstellung von einer Frau, die eine Kompressionstherapie erhält. Der Name wird anonymisiert.

Frau Bauer ist 84 Jahre alt und wohnt alleine in einem Mehrfamilienhaus. Sie pflegt ihre sozialen Kontakte und geht mit dem Rollator regelmäßig spazieren. Vom #Pflegedienst erhält sie täglich Hilfe beim An- und Ausziehen der Kompressionsstrümpfe CCL II. Frau Bauer hat Lymphödeme in den Beinen und Varikosen in den unteren Extremitäten diagnostiziert. Auf Grund dessen erhält sie die #Kompressionstherapie. Sie erhält Kompressionsstrümpfe, die fast bis zur Leiste reichen. Manche Modelle gehen nur bis zum Knie und das Material unterscheidet sich ebenfalls. Ihr seht jetzt Fotos von dem Kompressionsstrumpf und ein wenig von dem Vorgang, wie dieser angezogen werden kann. Natürlich gibt es dort verschiedene Methoden und Techniken. Also wie ihr hier schon erkennen könnt, ganz so einfach ist das nicht, wie das immer aussieht. 

Bevor jemand Kompressionsstrümpfe erhält, wird das Bein ausgemessen und der Strumpf im Sanitätshaus hergestellt. Die #Pflegefachkräfte beraten über Thromboseprophylaxe, Handhabung, Wichtigkeit der Therapie und der Entstauung der Beinvenen.

Zur Vorbereitung werden die Kompressionsstrümpfe benötigt. Vor und nach der Behandlung folgt jedes Mal eine #Händedesinfektion. Weiterhin ein Sitzplatz für die Person, die den Strumpf erhält. Die Beine sollten vorher ca. 20 min hochgelagert sein, damit die Beinvenen entstaut sind. Die Durchführung wird per Fotodokumentation beschrieben. Für die Nachbereitung ist es wichtig, ob sich die Person darin wohlfühlt. Sitzt es eventuell irgendwo zu fest? Sind Falten sichtbar? Falten können zu viel Druck auf ein Hautareal ausüben und dies kann einen Dekubitus zur Folge haben. Dafür ein kleiner Tipp: #Kommunikation. Redet mit den Menschen und fragt, ob es angenehm sitzt – sie können es dir am besten sagen! 

Auf dem ersten Foto könnt ihr den Kompressionsstrumpf sehen. Wie ihr erkennen könnt, ist dieser auf links gedreht.

Ich greife von oben in den Kompressionsstrumpf rein und ziehe die Fußspitze bis zur Ferse hinein. Auf dem nächsten Foto könnt ihr das erkennen.

Dann wird mit beiden Händen rechts und links die Ferse auseinander gezogen und über den Fußrücken gestülpt. Das sieht erstmal so aus:

Das Ende vom Kompressionsstrumpf, welches später am Oberschenkel sitzt, wird über die Ferse hinten geschoben. Dann wird immer von innen des Strumpfes proximal geschoben. Wichtig: Es wird nicht über die Haut gezogen! Die Ferse muss genau in die davorliegende Rundung liegen. Der Stoff über den Zehen sollte locker aufliegen.

Angezogen sieht das Ganze dann so aus: Am linken Bein ist erkennbar, dass der Kompressionsstrumpf noch nicht bis nach ganz oben gezogen ist. Wichtig: Gehen die Kompressionsstrümpfe, z.B. bis zum Knie müssen zwei Finger breit Abstand gehalten werden – es könnte sonst drücken.

Jetzt wisst ihr schon mit welcher Technik Kompressionsstrümpfe angezogen werden können. Diese Technik orientiert sich ebenfalls an den Standard dafür. 
Wir verabschieden uns mit einem: „Viel Spaß beim Ausprobieren“.

Unser nächster Blog-Eintrag behandelt das Venensystem. Dies ist wichtig als Hintergrundwissen, freut euch drauf.

Bis nächste Woche! 
Maike und Insa

Gastbeitrag – Kompressionstherapie (Teil I)

„Kompressionsstrümpfe anziehen – dafür wird #Pflege benötigt?“

Hallo liebe Leserinnen und Leser, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Studierende,

wer sind wir? Wir sind Maike und Insa, beide Anfang zwanzig. Unsere Ausbildung zur examinierten #Altenpflegerin haben wir erfolgreich absolviert. Gereicht hat uns das aber nicht. Wir wollten mehr über die Hintergründe und Abläufe erfahren. Wieso ist das Gesundheitssystem so? Wie sind die Strukturen? Aus diesem Grunde haben wir beide 2017 unser #Studium „Angewandte Pflegewissenschaften“  an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfsburg begonnen. Derzeit befinden wir uns im 4. Semester. Nun fragt ihr euch sicherlich, wozu dieser Blog? Das wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat ein Video veröffentlicht, um für den #Pflegeberuf zu werben. Leider wird der #Pflegeberuf häufig falsch oder übertrieben dargestellt. Denn #Pflege ist mehr und #Pflege kann nicht jeder. #Pflege ist auch keine „Aufopferung“ oder „Herzensangelegenheit“. Natürlich wird der #Beruf mit Herz ausgeübt, dennoch ist es nicht unser Leben, sondern unsere Arbeit. #Pflege ist eine Profession.

Nun haben wir uns im Rahmen unseres Moduls „Geriatrische Pflege“ überlegt, euch zu zeigen, dass #Pflege viel mehr ist. Viel mehr als Körperpflege („Waschen“), Essen anreichen, Betreuung und „das kann doch jeder“. Wir stellen euch die medizinische Behandlungspflege als ein Teil der #professionellen Pflege vor. Es wird sich hier speziell auf die Kompressionstherapie beschränkt, die wir im #Pflegealltag aus Erfahrung am häufigsten antreffen. 

Unsere medizinische Versorgung wird praxisnah beschrieben. Der Bewohner wird mit seiner Anamnese vorgestellt. Dazu werden Vor- und Nachbereitung beschrieben und die Durchführung der Tätigkeit. Dies orientiert sich an Leitlinien und Standards in der #Pflege, die evidenzbasiert sind. Wenn ihr denkt, dass es nur „Strümpfe“ anziehen ist oder Kompressionsverband anlegen, dann irrt ihr euch gewaltig. Wir zeigen euch auf, welches Wissen dahinter steckt und worauf eine #Pflegekraft jedes Mal achtet.

Nun, viel Spaß beim Lesen!

Eure Maike und Insa

Podcast Hörprobe

Liebe Pflegeprofis,

heute wurden die Ergebnisse unseres Projektes offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. Da sich unser Projekt nicht dazu eignete, eine ganze Folge unseres Podcasts zu veröffentlichen, haben wir eine kleine Hörprobe erstellt. Für alle, die bisher noch keine Zeit gehabt haben: hört mal rein! Exklusiv hier über die Webseite.

Und wenn euch gefällt, was ihr hört – schaut bei Spotify vorbei und abonniert uns. Schickt uns ein Like auf Facebook, beteiligt euch an den Diskussionen zu den Themen. Schickt uns eure Gedanken zur Pflege.

Und denkt dran: Pflege braucht Profis!

Shownotes „Myokardinfarkt“

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

heute folgt ein Blogbeitrag zur koronaren Herzkrankheit (KHK) – passend zu dem Podcast mit Frau G. Hier bekommt ihr nun das passende Wissen von uns dazu.

Herz- und Kreislauferkrankungen zählen zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland und Europa.
Darunter fällt auch der Myokardinfarkt (Herzinfarkt).

Durch verengte #Herzkranzgefäße entsteht eine #Mangeldurchblutung des Herzens.
Als eine Komplikation folgt der akute Myokardinfarkt.

Das Herz fungiert als ein muskulöses Hohlorgan und sorgt so als Druck-Saugpumpe für den Transport des Blutes durch den Körper. Herzkranzarterien und -venen regeln dabei die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels. Jedoch können auch chronische Erkrankungen der Herzkranzgefäße (Koronararterien) entstehen. Dies ist durch eine Verengung oder ein Verschluss von einem oder mehreren Herzkranzgefäßen möglich. Folglich kommt es zu einer #Mangeldurchblutung des Herzmuskels (Myokard).

Ursächlich dafür ist die Verkalkung (Arteriosklerose) der Koronararterien. Durch diese arteriosklerotischen Läsionen der Arterien entstehen sog. Plaques. Plaques sind Ablagerungen in der Gefäßwand der Arterien. Durch diesen Gefäßdefekt entleert sich der Inhalt der Plaques in das Innere der Gefäße. Der Körper reagiert zugleich mit einer Anlagerung von Blutplättchen als Reparaturmaßnahme. Zur Beseitigung des Defektes entwickelt sich punktuell ein Blutpfropf (Thrombus). Der Thrombus führt dazu, dass der Verschluss der Koronararterie – der akute Myokardinfarkt – ausgelöst wird. Durch die diskontinuierliche Sauerstoffversorgung stirbt das nachfolgende Herzmuskelgewebe ab.

Es existieren unterschiedliche klinische Ausprägungsformen der KHK:

  • die stabile Angina pectoris (Brustenge, belastungsabhängige Beschwerden/ Schmerzen)
  • die stille Myokardischämie (Mangeldurchblutung ohne Schmerzwahrnehmung)
  • die instabile Angina Pectoris (Auftreten der Beschwerden/ Schmerzen auch schon in Ruhe)
  • der akute Myokardinfarkt (Verschluss einer Koronararterie)
  • die durch die KHK bedingte Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche)
  • der plötzliche Herztod

Es gibt zusätzlich einige Faktoren, welche das Risiko eines Myokardinfarktes drastisch erhöhen können.

Diese sind:

  • ungesunde Ernährung und Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Stress
  • Rauchen
  • erhöhter Blutdruck
  • erhöhter Cholesterinspiegel
  • Diabetes mellitus
  • genetische Veranlagung
  • Alter

Und wie merke ich nun, dass ein Herzinfarkt vorliegt?

Folgende Symptome können den Myokardinfarkt ankündigen:

  • schwere, anhaltende Schmerzen im Brustkorb, welche in Arme, Schulterblätter, Hals, Kiefer, Oberbauch ausstrahlen können
  • starkes Engegefühl, heftiger Druck im Brustkorb, Angst
  • Luftnot, Übelkeit, Erbrechen
  • Schwächeanfall (auch ohne Schmerz), evtl. Bewusstlosigkeit
  • Blässe, fahle Gesichtsfarbe
  • kalter Schweiß

Achtung: Nicht jeder #Myokardinfarkt weißt dieselben Symptome auf oder sind gar nicht bemerkbar (stummer Myokardinfarkt). Bei Frauen gelten Luftnot, Übelkeit, Oberbauchschmerzen und Erbrechen als Alarmzeichen!

Nach der Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) müssen zur Diagnose eines Myokardinfarktes mindestens zwei der drei folgenden Kriterien erfüllt sein:

  • plötzlich auftretender Brustschmerz (Leitsymptom)
  • Anstieg herzmuskelspezifischer Enzyme im Blut
  • spezifische Veränderungen im Elektrokardiogramm (EKG)

Man sollte schon bei dem kleinsten Verdacht sofort den Notruf 112 wählen.

Bei einem Myokardinfarkt zählt jede Minute. #ZeitistderwichtigsteFaktor

Die erste goldene Stunde zählt. In dieser Zeit kann die Herzmuskeldurchblutung medikamentös und/ oder durch mechanische Aufdehnung der verschlossenen Kronorarterie am ehesten wiederhergestellt werden kann.

Treten die oben genannten Symptome auf, ist auf Folgendes zu achten:

  • auf den Patienten beruhigend einwirken
  • Patienten vor zusätzlichen Verletzungen schützen
  • Patienten bequem, mit erhöhtem Oberkörper lagern
  • beengende Kleidung öffnen
  • bei Herzstillstand: Herz-Lungen- Wiederbelebung durch Herzdruckmassage und Atemspende starten

Durch diese Maßnahmen wird die hohe Sterblichkeit von Myokardinfarktpatienten vor Erreichen des Krankenhauses gesenkt. Trotzdem ist es unabdingbar, dass der Ersthelfer, im Falle eines plötzlichen Herztodes, den Rettungsdienst alarmiert. Dieser kann weitergehende, effiziente Hilfe leisten und den Transport in ein geeignetes Krankenhaus sicherstellen.

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Wenn ihr mehr über dieses Thema erfahren wollt, schaut doch mal in das Heft 33 „Koronare Herzkrankheit und akuter Myokardinfarkt“ der Gesundheitsberichterstattung des Bundes vom Robert-Koch-Institut nach.

Habt ihr noch Fragen dazu an uns, dann schreibt uns!

Wir hoffen, ihr fandet diesen Blogbeitrag informativ und hilfreich. 
Wir freuen uns auf nächstes Mal!

Bis dahin, eure Pflegeprofis!