Gastbeitrag – Kompressionstherapie (Teil VI)

#Kompressionsverband richtig anlegen!

Herzlich willkommen zurück bei unserem nächsten Blogeintrag,

heute wird noch einmal das „Wickeln der Beine“ thematisiert. Die sog. Kompressionstherapie hilft beim Rückfluss des Blutes. Für die #Pflege ist wichtig zu wissen, dass es verschiedene Arten und Binden für das Wickeln der Beine gibt.

Die bekanntesten Wickelmethoden sind von Pütter und Fischer. Bei der Kompressionstherapie werden die Beine vom Zeh bis hin zum Knie gewickelt, bei Bedarf auch bis zur Leiste. Die benötigten Binden sind immer sehr individuell. In den meisten Fällen werden zwei Binden (eine kleinere, eine größere) pro Bein verwendet.
Wichtig ist hierbei, dass sich der Betroffene in einer liegenden Position befindet. Deshalb sollte das Wickeln der Beine, um ein bestmögliches Ergebnis für den Patienten erzielen zu können, am Morgen sein. Das Wickeln der Beine erfolgt ohne großartigen Zug oder Spannungen.

Der Kompressionsverband nach Fischer kennen wir in der #Pflege unter Kornährenverband. Hierbei wickelt ihr mit der einen Binde nach rechts oben und dann wieder nach rechts unten. Somit entwickelt ihr das Kornährenmuster.

Nun aber das Wichtigste für die #Pflege. Beim Wickeln der Beine ist darauf zu achten, dass die Ferse nicht frei liegt, sich keine Falten, Knicke bilden oder keine Schmerzen beim Betroffenen vorliegen.
Durch einen zu festen Verband ist es möglich, dass das Gewebe absterben kann oder Nerven geschädigt werden. Das sieht man an einer blauen Verfärbung der Zehen. Hier sofort den Verband abnehmen!
Deshalb ist es immer wichtig sich Wissen zur Thematik anzueignen und mit dem Patienten zu sprechen. Falls dies nicht möglich ist, sollte stark auf die Gestik und Mimik geachtet werden.

Des Weiteren sind Unterschiede der Kompressionsbinden vorhanden. Die Langzugbinden werden meist mit mehr Zug angelegt. Diese Art ist sehr hilfreich, wenn sich der Betroffene nicht mehr ausreichend bewegen kann und dort mehr Kompression verlangt wird. Die Langzugbinden besitzen den höchsten Druck in Ruhe. Anderes bei den Kurzzugbinden. Diese werden verwendet, wenn Betroffene noch mobiler sind. sie besitzen den höchsten Druck in Bewegung.

Jetzt zum Anlegen des Kompressionsverbands:
Ihr benötigt einen TG-Schlauch, Polsterwatte und pro Bein meistens 2 Binden. Der TG-Schlauch ist dafür da um, z.B. Schweißbildungen aufzunehmen. Dieser kann bei Bedarf täglich gewechselt werden.
Danach kommt die Polsterwatte. Diese schützt vor Druckstellen und verteilt den Druck der Kompressionsbinden gleichmäßig.

Außerdem wichtig zu wissen für die #Pflege:
Es ist ein Einmalprodukt und sollte nach Gebrauch verworfen werden. Hiernach folgt die kleinere von den Binden. Diese wickelt ihr bis über die Ferse. Danach folgt die zweite Binde. Zu beachten ist, dass ihr immer in die Binde schaut und immer die Binde nachstreicht, um diese zu modellieren. Dadurch erreicht sie den richtigen Druck.

Meist ist es so, dass die Hausärzte die Kompressionsstrümpfe verordnen. Diese sollten auf jeden Patienten individuell zugeschnitten und ausgemessen sein. So können Komplikationen in der #Pflege vermieden werden.

Bei Fragen schreibt uns einfach,
bis dahin eure Maike und Insa!

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