Die Pflegeprofis – Episode 2

In unserer zweiten Folge erzählt uns Frau G., eine junge Gesundheits- und Krankenpflegerin, von ihren Gedanken zum professionellen, interdisziplinären Umgang zwischen den Abteilungen im Krankenhaus. Nicht immer funktionieren diese Schnittstellen reibungslos, was oft auf Rivalitäten, Unwissenheit über Abläufe oder Missverständnisse zurückzuführen ist.

Als Beispiel berichtet Frau G. vom Myokardinfarkt einer Patientin, der sich während einem „Schüler leiten eine Station“ Projektes in ihrem alten Krankenhaus ereignet hat. In der ersten Notfallsituation sind besonders Schüler schnell überfordert. Hier zeichnet sich professionelles Handeln durch gute Anleitung und Aufgabenverteilung durch examinierte Fachkräfte aus.

Wir freuen uns über Feeback, Lob und Kritik und wünschen euch ruhige Dienste!

Eure #Pflegeprofis

Die Pflegeprofis – Episode 1

Hallo lieber Leserinnen und Leser,

unsere erste Podcast-Episode ist draußen! *Applaus*

In unserer ersten Folge interviewten wir eine Pflegefachkraft, Herr O., welcher über einen besonderen Hintergrund verfügt. Diese Pflegefachkraft kommt gebürtig aus Nigeria und studierte dort Medizin. Im Jahre 2013 kehrte Herr O. nach Deutschland zurück und absolvierte die Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger. Nach seiner Ausbildung arbeitete Herr O. in der Zentralen Notaufnahme, im chirurgischen und später im internistischen Fachbereich.

Herr O. berichtet in der heutigen Folge von einer Situation aus der Notaufnahme, in der professionelles Handeln nötig war. Darüber hinaus stellt er uns seine Erfahrungen, auch international, über Professionalität in der Pflege dar. Zusätzlich veranschaulicht Herr O. die Perspektive der Medizin in Bezug auf Interdisziplinarität und Pflege.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Hören!

Bis dahin, eure #Pflegeprofis!

Die Professionalität der Pflege

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

beim heutigen Blogbeitrag geht es um die #Professionalität des #Pflegeberufes.

,,Pflegen heißt, alles das für einen hilfebedürftigen Menschen zu tun, was dieser selbst für sich tun würde, hätte er die Kraft, den Willen und das Wissen dazu.“ – Virginia Henderson

Diese Aussage sagt bereits viel über den Berufsstand der Pflege aus, aber schauen wir nun doch einmal genauer.

Was ist #Professionalität?
Der Begriff „Professionalität“ leitet sich aus dem lateinischen Wort „professio“ ab, was mit „Bekenntnis; Gewerbe; Beruf“ übersetzt werden kann.
Professionelles Denken und Handeln ist zweifelsohne ein unverzichtbares Element in jedem verantwortungsvollen Beruf – was den #Pflegeberuf ohne Wenn und Aber inkludiert.

Aber warum kommen immer wieder #Einwände, #Vorbehalte und #Zweifel an der Professionalität des Pflegeberufes auf?

Jeder hat als Pflegefachkraft bestimmt schon einmal den Spruch: „Das könnte ich nicht!“, gehört – oder?
Viele Menschen setzen den Pflegeberuf pauschal mit #Waschen, #für Patienten/ Bewohner da sein, #Betreuungsleistungen, Essen anreichen oder einem #Knochenjob gleich.
Die #Anerkennung für den Beruf fehlt zumeist. Welche spezifischen Anforderungen überhaupt verlangt werden, übersieht der überwiegende Teil der Gesellschaft, bzw. wird gar nicht wahrgenommen.

Der Beruf ist in der breiten Öffentlichkeit mit #Ekel und #Scham verbunden. Darüber hinaus wird er nicht mit anspruchsvollen Tätigkeiten und hoher Fachkompetenz assoziiert.
Des Weiteren erfolgt zumeist eine #geschlechtsspezifische Typisierung: ,,Ach, das ist ja eh nur ein #Frauenberuf.“
Zusätzlich erhält das Motto #Pflegenkannjeder eine politische Unterstützung, z.B. durch das Herabsetzen des Mindestabschlusses für die Ausbildung oder dem Einsatz von ungelernten Leuten als Pflegehelfer. Laut politischer Aussagen und der Gesellschafft handelt es sich nur um ein #Helfer-Beruf, welcher der #Medizin untergestellt, bzw. aus #Liebe oder #Idealisierung ausgeübt wird. Erst bei persönlicher Konfrontation mit der Pflege wird sicherer und differenzierter geurteilt.

Das #Pflege eine #Profession darstellt, die über viel Wissen verfügt, scheint zuerst als völlig abwegig in der Gesellschaft.
Aspekte der Gesundheit und Krankheit sind Kernthemen der heutigen Gesellschaft, gerade im Hinblick auf die stetigen Änderungsprozesse im Struktur- und Wertewandel.
Pflegefachkräfte garantieren zum größten Teil die gesundheitliche Versorgung und damit die #sozialeAbsicherung.
Das Menschen mit einer Pflegebedürftigkeit auf professionelle Hilfe unter #Wahrung der Autonomie und #Menschenwürde angewiesen sind, erscheint als unerlässlich und ist von essentieller Bedeutung.

#ProfessionellePflege inkludiert #Regelwissen, gelernte Erfahrung, #pflegewissenschaftlichesWissen und individuelles Fallverstehen einzelner Pflegefachpersonen.
#Pflege beruht auf #Forschungsarbeiten als auch auf #Expertenstandards. Die #Integration von #Bezugswissenschaften ist unerlässlich.

Pflege lebt von #Evidenz.

#Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist ein Grundelement – Pflege kann nicht abgrenzt von anderen Disziplinen stehen.
Pflege besitzt eine eigene #Berufsethik und muss in Deutschland als akademischer #Expertenberuf eine Anerkennung finden.

Die Zeit der händchenhaltende „Schwester“ darf es nicht mehr geben!

Über #Empathie muss jede Pflegefachkraft verfügen, um in einem Pflegeberuf arbeiten zu können. Jedoch sollte diese Voraussetzung nicht die einzige sein!
Nicht die Mitmenschlichkeit soll die Ursache dafür sein, dass die #Zugangsvoraussetzungen für die Pflegeberufe heruntersetzt werden. Und das trotz ständig wachsenden #Fachkräftemangel.

Es müssen diverse Änderungen im Verständnis, in der Organisation sowie in der Ausübung der Pflege stattfinden.
Das kann nur durch #Optimierung der Rahmenbedingungen für die Pflege seitens der #Politik geschehen. Das würde weitere qualitativen Einbußen im pflegerischen Handeln verhindern.
Eine #qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten ist nur durch eine #fundierte Ausbildung möglich.

Solange die Pflege ihren Wert nicht anerkennt, wird dies auch für andere schwer!

Pflegekräfte müssen für ihren Status quo kämpfen, den eigenen Wert erkennen und ihn entsprechend nach außen kommunizieren.
Nur so kann die ICN- Definition von Pflege erfüllt werden – welche lautet:

„Pflege umfasst die eigenverantwortliche Versorgung und Betreuung, allein oder in Kooperation mit anderen Berufsangehörigen, von Menschen aller Altersgruppen, von Familien oder Lebensgemeinschaften, sowie von Gruppen und sozialen Gemeinschaften, ob krank oder gesund, in allen Lebenssituationen (Settings). Pflege schließt die Förderung der Gesundheit, Verhütung von Krankheiten und die Versorgung und Betreuung kranker, behinderter und sterbender Menschen ein. Weitere Schlüsselaufgaben der Pflege sind Wahrnehmung der Interessen und Bedürfnisse (Advocacy), Förderung einer sicheren Umgebung, Forschung, Mitwirkung in der Gestaltung der Gesundheitspolitik sowie im Management des Gesundheitswesens und in der Bildung.“

Die Idee zu „Die Pflegeprofis“

Zunächst verdanken wir die Idee für diese Website dem Bundesministerium für Gesundheit, den Missständen in der Pflege und unserem Willen, etwas zu verändern!

Das Bundesministerium für Gesundheit veröffentlichte am 17.12.2018 ein Werbevideo für den Pflegeberuf. In diesem Werbespot soll der tägliche Arbeitsalltag einer Pflegefachkraft veranschaulicht werden. Aber statt den echten Arbeitsalltag zu zeigen wird der Pflegeberuf vollkommen unrealistisch und übertrieben dargestellt. Viel zu oft heißt es in der Gesellschaft #PflegenmitHerz, #Herzwerker oder #Herzensangelegenheit. Nicht falsch verstehen – wir üben unseren Beruf mit Herz und Leidenschaft aus, aber Pflege bedeutet viel mehr. Pflege ist eine Profession. Und genau diese Professionalität muss hervorgehoben werden, denn #Pflegekannnichtjeder!

Und da wir, die Pflegeprofis, zur Profession der Pflege beitragen wollen, beschlossen wir angewandte Pflegewissenschaften in der Ostfalia Hochschule in Wolfsburg (derzeit 4. Semester) zu studieren. Wir wollen etwas verändern! Deshalb möchten wir euch aufzeigen, mit Hilfe unseres Blogs und kommenden Podcasts, was professionelle Pflege bedeutet, was sie ausmacht und wie es nicht laufen sollte.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und Hören!

Bis dahin, eure Pflegeprofis!